Kino: Mad Max Fury Road

Kiiiiiiiino! Und für heute hatte ich die Wahl zwischen zwei Filmen: „Mad Max Fury Road“ und „Der Babadook“. Dummerweise haben beide irgendwie nur gute Kritiken, so ich dass ich mein sonst übliches Auswahlkriterium „je schlechter die Kritik desto auf jeden Fall reingehen“ nicht verwenden konnte.
Also entschied ich mich auf Grund der zu erwartenden besseren Schauwerte auf der großen Leinwand für den Mad Max.

Mad Max

Nun, worum geht es? Im Großen und Ganzen ist es eine Mischung von „Auf der Flucht“ und „Der Hobbit – Hin und zurück“. Nur mit ganz viel laut und schnell und kawumm.

Durch eine postaptokalyptische Wüstenwelt fährt ein großer Tankwagen. Darin finden sich nach und nach ein: eine Frau mit 1 ½ Armen (genannt Furiosa), mehrere hübschgesichige junge Frauen (teilweise in verschiedenen Stadien der Schwangerschaft – und sie sehen gut aus, also muss man sich da keine Namen merken), ein Blutsack, wahlweise Max oder Idiot genannt, (der sich anfangs nur durch Grunzlaute, später aber auch durch ganze Sätze verständlich macht) und schließlich noch Nicholas Hoult, der diesmal noch bleicher ist als seinerzeit in seinem Film „Warm Bodies“. Nur trägt er jetzt Glatze statt Frisur und muss seinen nackten Oberkörper zeigen. Irgendwann stößt dann schließlich noch ein Rudel wildgewordener Omas auf Motorrädern zu ihnen. (Wer denkt da außer mir noch an das Kinderlied „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“?)
Auf der Flucht sind sie hauptsächlich vor einem dicklichen Alten mit langer Zauselfrisur, Totenkopfmaske und so einer Art „Beatmung-Blasebalg-Dingens“ am Hinterkopf (erinnert optisch an den Hinterkopf von Davy Jones aus „Fluch der Karibik“). Dieser nennt sich Immortan Joe und ist wohl verantwortlich für die Stadien an Schwangerschaft der jungen Damen im Tanklaster. Ihm zur Seite stehen mal mehr, mal weniger unterschiedlich freakige Gestalten, die teilweise zwar sowas ähnliches wie Namen haben, deren Hauptaufgabe aber darin besteht, im Laufe des Films möglichst spektakulär zu sterben. Also ist es auch nicht nötig, sich deren Namen zu merken.
Tja, und der Inhalt der nicht ganz so dick vorhandenen Handlung ist der, dass die gemischtgeschlechtliche Gruppe im Tanklaster zuerst von der Wüstenzitadelle des zauseligen Joe flieht, nur um dann nach einiger Zeit festzustellen, dass das Ziel ihrer Flucht auch nicht mehr das ist, was es mal war, und es deshalb doch viel besser wäre, wieder zur Zitadelle zurückzukehren. Denn so schlimm war es da dann ja eigentlich doch wieder nicht. Klingt seltsam? Mag sein, ist aber so.

Ja, wie man unschwer erkennt, wusste mich dieser Film nicht wirklich zu überzeugen. Da er ansonsten aber nur gute Kritiken bekam, bin ich wohl wirklich nur die falsche Zielgruppe. Blöd gelaufen. Hinterher ist man immer schlauer.
Er hat optisch und akkustisch auf jeden Fall Einiges zu bieten. Ob 3D das Ganze jetzt tatsächlich irgendwie weiterbringt … naja, ich weiß nicht. Hätte 2D auch gereicht. Aber die Dolby-Atmos-Lautsprecher im Kino haben gut zu tun und tatsächlich rummst es eigentlich ständig aus irgendeiner Richtung.

Bleibt mir jetzt nur noch die Vergabe meiner Filmstreifen … na, weil der Film auch nix dafür kann, dass er ausgerechnet mir nicht gefallen hat, bin ich großzügig:

Streifen23

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