Pornomesse Venus

IT-Girl Nina Kristin und Nacktmodel Micaela Schäfer eröffnen die Porno Erotikmesse „Venus“ in Berlin.

Venus
Gut, was ein Nacktmodel ist, kann ich mir vorstellen. Schließlich war schon der einzige Beitrag, den Frau Schäfer im Dschungelcamp lieferte, sich ständig ungefragt auszuziehen. Und offensichtlich hat sie sich bis heute noch keine anspruchsvolleren Fähigkeiten angeeignet.
Aber was ist eigentlich ein It-Girl? Spätestens seit Paris Hilton geistert dieser Begriff immer wieder gerne durch die Medien. Fragen wir doch mal das Internet: Wikipedia verrät uns, dass es sich dabei wohl um junge Frauen handelt, die halt nichts können und außer ihrer (warum auch immer) ständigen Medienpräsenz nichts zu bieten haben. (Der Begriff ist übrigens nicht neu. Das erste IT-Girl war bereits im Jahr 1927 der Stummfilm-Star Clara Bow.) Wobei diese Beschreibung – mit der ständigen Medien-Präsenz – auf Frau Kristin auch nicht wirklich zutrifft – oder ist sie vor diesem Messe-Auftritt schon mal jemandem in den Medien aufgefallen? Vielleicht ist sie ja so nett, sich nach der Messe wieder in das schwarze Loch zurückzuziehen, aus dem sie auftauchte. Und könnte sie dann bitte auch gleich Frau Schäfer mitnehmen? Denn Mitmenschen immer wieder unaufgefordert mit Nackigkeit zu belästigen ist wirklich keine Leistung, auf die die Welt dringend gewartet hat.
Früher sagte man immer „Wer nichts wird, wird Wirt“. Heute gibt es mit It-Girl, Nacktmodel – und notfalls Schmuckdesignerin – dankbarerweise noch weitere Möglichkeiten, nicht vorhandenes Talent als Erfolg zu verkaufen. Und wie man sieht, kann man damit sogar Messe-Botschafterin werden. Eine große Karriere steht dann wohl unmittelbar bevor.

Allerdings … wenn ich mir diese Gesichter so angucke (okay, beide legen wohl nicht wirklich viel Wert darauf, dass man ihnen ausgerechnet ins GESICHT schaut), dann werde ich doch stark an einen Sketch von Loriot erinnert. „Maske? Welche Maske?“  Denn das, was die Chirurgen da bei diveresen OPs hinterlassen haben, sind doch tatsächlich ziemlich verschnitzte Grimassen. Ja, es mag unfair sein, so etwas zu sagen, aber wer sich (wie Frau Schäfer) vor jede Kamera drängelt, der sollte mit solchen Aussagen umgehen können.

Ich stelle mir immer wieder gerne vor, wie Alice Schwarzer vor Wut in die Tischkante beißt, wenn sie (nach ihrem jahrelangem Einsatz für Emanzipation und die Rechte der Frauen) aufgepumpte Dumpfbirnen wie diese beiden in den Medien sieht, die mit ihren Auftritten dafür sorgen, dass der Stellenwert der Frau in der Öffentlichkeit weiterhin ein gutes Stück hinter dem des Mannes zurückbleibt.
Ja, solch traurige Gestalten sind ein Grund, warum wir Frauen wie Alice Schwarzer immer noch brauchen.

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