Die Apple Watch – Eine Woche später

Die Apple Watch integriert sich fast von selbst mehr und mehr in den Tagesablauf. Sei es, indem man Siri schnell eine Erinnerung diktiert oder per Sprachbefehl einen Timer startet, ohne erst Handy, Kurzzeitwecker oder Stoppuhr herauskamen zu müssen, sei es, dass man für Nachrichten, die auf dem iPhone ankommen, selbiges nicht mehr aus der Tasche holen muss, oder dass man z.B. Lieferungen für bestellte Artikel einfach mal schnell aus dem Handgelenk verfolgt. Auch gibt es mit „Buy me a Pie“ eine praktische Einkaufslisten-App, die man sowohl über das Web benutzen kann, über iPhone oder iPad und natürlich – passend zum Einkaufen im Laden – über die Apple Watch. Also im Geschäft nur noch ein paar Blicke aufs Handgelenk und was man schon im Wagen hat verschwindet mit einem einfachen Tippen aus der Liste. Wirklich praktisch. Auch schön ist, die Runtastic-App jetzt nicht mehr Arm-verrenkend auf dem Display des iPhones in der Oberarm-Tasche starten und beenden zu müssen, sondern das Ganze locker von der Uhr aus zu erledigen. Und dass sie beim Laufen den Brustgurt mit dem Pulssensor ersetzt ist auch nicht zu verachten.

Wie macht sich die Uhr generell als Fitnesstracker? Ich denke, dass die von Apple voreingestellten Fitnesswerte bei einem normalen Büroalltag nicht unbedingt alle einfach zu erreichen sind. Dass man für mindestens 12 Stunden einmal pro Stunde aufstehen und sich bewegen soll, geht ja noch (freundlicherweise erinnert die Uhr auch notfalls daran). Auch die 30 Minuten „Trainieren“ sind zu erreichen (immerhin zählt da auch schon etwas zügiges Gehen dazu), aber die (bei mir) vorgegebenen 540 zu verbrauchenden Kalorien erreiche ich nur, wenn ich sowieso laufen (joggen) gehe. Dann überschreite ich sie natürlich deutlich. Aber mein normaler sonstiger Alltag ist wohl (zumindest der Meinung meiner Uhr nach) nicht unbedingt auf Kalorienverbrauch ausgelegt.

Bleibt noch der (für viele) berechtigte Kritikpunkt „Batterie/Akku“.
Dies sind die Akkuwerte meiner ersten Woche mit der Apple Watch (jeweils am Ende des Tages):
Tag 1: 35 % (mit viel Ausprobieren und Herumspielen)
Tag 2: 20 % (mit 1 Stunde Laufen und viel Ausprobieren)
Tag 3: 48 % (nach einem normalen Tag im Büro)
Tag 4: 22 % (nach einem Tag im Büro und einer Stunde Laufen)
Tag 5: 54 % (nach einem normalen Tag im Büro)
Tag 6: hatte sie über Nacht wohl nicht richtig auf dem Ladechip liegen.
Start mit 30 %, um 16 Uhr kurz aufgeladen (15 – 20 Minuten) und mit 30 % eine Stunde Laufen.
Nach dem Laufen noch 14 %
Tag 7: 43 % (nach einem Tag mit Home Office, Einkaufen und Kino)
Da ich eine Armbanduhr abends sowieso lieber abnehme anstatt sie nachts zu tragen, ist es für mich kein Problem, sie über Nacht aufzuladen. Und wie mir die Werte gezeigt haben, ist die Apple Watch durchaus mit ausreichend Aukkupower für einen sehr langen Tag ausgestattet. Ich hatte selbst mit GPS-unterstütztem Laufen immer genügend Restkapazität zur Verfügung, so dass ich mir auch weiterhin keine Gedanken machen muss, ob die Uhr vielleicht abends irgendwann mal früher schlapp macht als ich.

Eine Frage zum Abschluss nach einer Woche Benutzung: Würde ich mir die Apple Watch wieder kaufen?
Ja, auf jeden Fall.

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